von einfachen Dingen

Wir leben in einer sehr komplexen Zeit. Unsere technischen Möglichkeiten erlauben eine Flut an Informationen, Geräuschen, Bewegungen in kürzester Zeitabfolge.
Globale politische wie wirtschaftliche Zusammenhänge sind oft nicht nachvollziehbar, nicht transparent.
In jedem Jahrhundert gab es Menschen, die über ihre Zeit sagten, sie sei laut und schnell. Es ist ein Phänomen, wie wir Menschen uns an veränderte Geschwindigkeiten und damit einhergehendes Zeitempfinden gewöhnen. Was Generationen vor uns als schnell wahrnahmen, ist für uns heute oft langsam, träge.
Ebenso die Fülle an Informationen: Nachrichten von Mund zu Mund, die Erfindung des Buchdrucks, zuerst im Handsatz, später im Rollenoffset, heute digital: Übermittlung in Sekundenschnelle.
Wir sind ständig aufgefordert zu entscheiden, welche Informationen, Bewegungen wir in unser Leben nehmen.
Die Corona-Zeit bestärkte mich meinen Blick auf einfache Dinge zu lenken. Ich startete eine Umfrage zu diesem Thema. Die Antworten sind Grundlage für die bildnerische Umsetzung. Hierbei arbeite ich mit zwei Techniken: Ölmalerei und Cut-Out.
Erste Ergebnisse sind hier zu sehen. Parallel hierzu ist ein Künstlerbuch entstanden.

Das Projekt „von einfachen Dingen“ wird gefördert durch die hessische Kulturstiftung